Crosstrainer Artikel

Published on November 6th, 2013 | by Heimtrainer

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Welches Fitnessgerät für zuhause passt zu mir?

Der Markt für Fitnessgeräte ist riesig. Hersteller und Händler locken mit unterschiedlichsten Modellen und Geräten, mit neuen Trends und noch mehr Werbung. Als Konsument und potentieller Käufer kann man dort leicht den Überblick verlieren. Heimtrainer, Ergometer, Crosstrainer, Arm- und Beintrainer, Fitnesstürme sind nur ein paar Namen, die hinter den verschiedenen Arten von Geräten steht, die man zuhause zur Verbesserung seiner sportlichen Leistungsfähigkeit verwenden kann.

Im Grunde teilen alle einen großen Vorteil: Die Möglichkeit des Trainings bei jedem Wetter im Komfort der eigenen 4 Wände. Dennoch zielt jede Art von Fitnessgerät auch auf etwas differenzierte sportliche Einsätze ab, die für Ihre individuellen Zielsetzungen besser oder schlechter sein können. In diesem umfassenden Guide wollen wir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten beleuchten und vergleichen, um für Sie am Ende die Entscheidung für das passende Fitnessgerät für zuhause erleichtern zu können.

Inhalt:

-> Der Crosstrainer
-> Der Fahrradergometer
-> Der Heimtrainer
-> Das Rudergerät
-> Das Laufband

Der Crosstrainer

Frau trainiert mit Crosstrainer

credit: lunamarina@photodune.net

Der Crosstrainer gilt allgemein als eines der beliebtesten Geräte in Fitnessstudios, zunehmend aber auch für den Heimgebrauch. Und das hat gute Gründe: Dieser trainiert nämlich nicht nur einen bestimmten Teil des Körpers, sondern beansprucht während dem Training gleichzeitig den Ober- und Unterkörper.

Der Bewegungsablauf: Mit dem Crosstrainer wird eine entgegengesetzte Laufbewegung simuliert. Die Arme werden dabei zur Unterstützung der Bewegung miteinbezogen. Sicherheitshalber empfiehlt es sich immer beim Aufsteigen auf das untenliegende Tretpedal zu steigen, um unnötige Stürze und Verletzungen zu vermeiden.

Was sind die Vorteile? Wie oben schon erwähnt, werden bei der Bewegung sowohl die Arme, als auch die Beine benutzt. Das stärkt nicht nur die Beinmuskulatur wie beispielsweise bei Fahrradheimtrainern oder Fahrradergometern, sondern auch in kleinem Maße die Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur. Desweiteren werden Ihre Koordinationsfähigkeiten geschärft und Ihre Gelenke geschont. Durch die Beanspruchung vieler Muskeln eignet sich das Training mit dem Crosstrainer auch ausgezeichnet zur Fettverbrennung. Die hohe mechanische Belastung des Körpers sorgt dafür, dass viele Kalorien während der sportlichen Aktivität verbrannt werden.

Was sind die Nachteile? Eigentlich gibt es nicht wirklich Nachteile. Sie sollten sich aber bewusst sein, dass es sich um etwas größere Fitnessgeräte handelt. Sie sollten also den nötigen Platz haben, um das Modell aufzustellen. Achten Sie dazu einfach auf die Herstellermaßangaben, die bei jedem der Angebote mit ausgeschrieben sind.

Für wen eignet sich der Crosstrainer? Auch wenn ihm nachgesagt wird, eher für Frauen geeignet zu sein: Das ist grundlegend falsch! Er eignet sich gleichermaßen für Männer und Frauen. Das Training erfordert etwas Übung und Koordination ist aber aufgrund der unterschiedlichen Widerstandseinstellungen für Anfänger und auch für erfahrene Sportler geeignet. Durch seine Eigenschaften, die sowohl Herz-Kreislauffunktion, als auch Fettverbrennung in hohem Maße (wie bei keinem anderen Trainingsgerät) begünstigen, kommt man über eine Einstufung als Allrounder nicht drumherum.

Hier finden Sie einen Artikel der beschreibt, worauf Sie vor dem Kauf achten müssen.

Der Fahrradergometer

Frau trainiert zuhause mit Fahrradergometer

credit: IvicaNS@photodune.net

Wenn das Wort Ergometer fällt, wird dieses sofort mit dem sogenannten Fahrradergometer in Verbindung gebracht. Dieser ist ebenso wie der Crosstrainer in jedem Fitnessstudio anzutreffen. Dabei unterscheidet man zwischen 2 Formen: Zum einen den Bikes in der Liegeposition (Recumbent Bikes) und den Bikes, auf denen man aufrecht sitzt. Bei diesen beiden Geräten wird nur die Beinmuskulatur beansprucht.

Der Bewegungsablauf: Beim normalen Ergometer sitzt man aufrecht und simuliert damit das fahren mit einem Fahrrad. Die Bewegung ist dabei exakt die selbe. Stellen sie die Sattelhöhe so ein, dass das Knie durchgestreckt ist, wenn Sie mit der Ferse die Pedale mit der untersten Kurbelumdrehung berühren. Beim Recumbent Bike ist das Knie nicht ganz durchgestreckt, sondern leicht angewinkelt. Bei der Bewegung handelt es sich nicht um eine Stoßbewegung, was gut für Ihre Gelenke ist.

Was sind die Vorteile des Ergometers? Im Gegensatz zum Heimtrainer lässt sich die genaue Wattzahl einstellen, was präzise Belastungs- und Leistungsvergleiche zulässt. Außerdem lässt sich im Gegensatz zum Crosstrainer eine Bewegung imitieren, die auch praktische Relevanz besitzt (das Fahrradfahren).

Was sind die Nachteile? Es sind leider nicht mehrere Körperpartien während der Betätigung involviert wie beispielsweise beim Training mit dem Crosstrainer oder dem Rudergerät. Auch der Kalorienverbrauch fällt deshalb etwas geringer aus.

Für wen eignet sich der Fahrradergometer? Wie auch bei Cross- und Heimtrainer eignet er sich für beide Geschlechter, und ebenso für jung und alt. Insbesondere ältere oder untrainiertere Menschen dürften anfangs mit dem Fahrradergometer weniger Probleme haben, als mit dem Crosstrainer oder dem Rudergerät, da der Bewegungsablauf weniger Koordinationsvermögen erfordert. Auch Fahrradliebhaber, die im Winter ungern auf das Radeln verzichten wollen, können hiermit ihre Leistungsfähigkeit aufrecht erhalten.

Das Heimtrainerfahrrad

Frau sitzt auf einem HometrainerDas Hauptthema dieser Seite beschäftigt sich mit dem Heimtrainerfahrrad. Dieses unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt vom Ergometerfahrrad: Die Wattzahl ist bei diesem Gerät nicht einstellbar. Nichtsdestotrotz lässt sich natürlich auch mit diesem ein tolles Heimtraining absolvieren und ist aufgrund seiner Eigenschaften und seines Preisvorteils vor allem für Gelegenheitssportler eine hervorragende Wahl.

Der Bewegungsablauf: Wie auch beim Ergometer gleicht der Bewegungsablauf dem “Radln”. Auch der Sattel wird ebenso eingestellt, weswegen wir zu diesem Punkt hier keine weiteren Worte mehr verlieren müssen.

Was sind die Vorteile des Heimtrainers? Natürlicher Bewegungsablauf, Stärkung der Beinmuskulatur, Verbesserung der Herz-Kreislauffunktion und ein günstiger Anschaffungspreis. Das sind die Vorzüge, die das Training mit dem Heimtrainer mit sich bringen. Auch das Aufstellen in der Wohnung ist durch die geringere Größe gegenüber einem Laufband etwas einfacher bei begrenztem Wohnraum. Es gibt sogar klappbare Modelle wie das F-Bike von Ultrasport welches sehr klein und super verstaubar ist.

Und die Nachteile? Siehe Ergometer. Dazu kommt die fehlende Wattanzeige zur genaueren Leistungskontrolle.

Für wen ist das Heimtrainerbike geeignet? Für jeden, der äußerst günstig seine Fitness verbessern möchte. Dabei spielen auch das Gewicht oder die Körpergröße meistens keine große Rolle, da beinahe alle Modelle über eine robuste Konstruktion und anpassbare Sattel- und Lenkerpositionen verfügen. Achten Sie auf ausreichend Schwungmasse, das maximale Körpergewicht sollten Sie außerdem nicht überschreiten (bei den meisten Modellen beträgt dies 150 kg). Falls Sie auf der Suche nach einem geeigneten Modell sind, schauen Sie hier vorbei.

Das Rudergerät

Mann trainiert mit Rudergerät

credit: WavebreakmediaMicro @ Fotolia.com

Dieses unterscheidet sich am stärksten von allen anderen Fitnessgeräten für zuhause. Sowohl der Bewegungsablauf als auch die beanspruchte Muskulatur weicht dabei etwas von den anderen Kategorien ab. Das Rudergerät ist die dabei eventuell sogar am meisten unterschätzte und übersehene Fitnessmaschine auf dem Markt. Dennoch hat sie unübersehbare Vorteile, was sie vor allem für Männer attraktiv macht.

Der Bewegungsablauf: Rudern im Winter? Aufgrund zugefrorener Seen und wegen der Kälte nicht wirklich möglich. Die Rudermaschine schafft hier aber Abhilfe, denn sie imitiert den Bewegungsablauf. Involviert sind dabei vor allem der gesamte Oberkörper und auch die Beinmuskulatur. Die Arme sind dabei in Ausgangslage gestreckt, Hüft- und Kniegelenk hingegen gebeugt und die Unterschenkel senkrecht mit vorgebeugtem Oberkörper. Danach werden die Beine gestreckt und der Oberkörper mitsamt Schulter, Rücken und Arme in Rücklage gebracht, bis die Beine beinahe durchgestreckt und die Hände fast an den unteren Rippen angekommen sind. Sie sollten auf eine enge Führung der Ellbogen am Körper achten. Beim Zurückgehen in Ausgangslage werden die Arme wieder gestreckt und der Oberkörper aufgerichtet. Das Rollen erfolgt daraufhin erst, wenn der Oberkörper aufgerichtet wurde.

Was sind die Vorteile von Rudergeräten? Der wohl größte Vorteil liegt im Ganzkörpertraining. Die großartige Aktivierung der gesamten Oberkörpermuskulatur findet sich in dem Maße in keinem der anderen Cardiogeräte wieder. So kann man mit dem Rudergerät nicht nur effektiv abnehmen und die allgemeine Fitness trainieren, sondern auch seinen Körper in eine sehr ansehnliche Form bringen (in bedingtem Maße Muskeltraining möglich). Auch der Kalorienverbrauch liegt durch die Beanspruchung des ganzen Körpers in einem hohen Bereich, kann hier aber aufgrund unterschiedlicher Intensitäten nicht pauschalisiert werden.

Und die Nachteile? Die Rudermaschine erfordert einen konzentrierten Bewegungsablauf. Vor allem der Rücken muss dabei stets  in einer guten Körperhaltung geführt werden. Die koordinativen Ansprüche sind bei diesem Trainingsgerät mit am höchsten. Blutige Anfänger und Gelegenheitssportler sollten sich diesen Ansprüchen auf jeden Fall im Klaren sein. Desweiteren ist es nicht wie beim Heimtrainer beispielsweise möglich, während dem Training zu lesen.

Für wen ist das Rudergerät geeignet? Aufrund der beschriebenen höheren Ansprüche sollten sich Anfänger eine Anschaffung gründlich überlegen. Eine Investition an Zeit in die richtige Übungsausführung wird auf jeden Fall empfohlen. Geeignet ist es vor allem für all diejenigen die neben den Beinen auch ihren Oberkörper formen und ein muskulöseres Aussehen verschaffen möchten.

Das Laufband

Joggen auf dem Laufband

credit: JalePhoto @ photodune.net

Ein Elektromotorantrieb sorgt hier für ein rotierendes Band auf dem der Trainierende laufen kann ohne das Haus zu verlassen.  Unterschiedlich einstellbare Geschwindigkeiten und Neigungswinkel sorgen für die nötige Abwechslung. Vor allem für Menschen, die gerne Joggen gehen, aber dies verständlicherweise in der kalten Jahreszeit nicht draußen durchführen möchten, bietet das Laufband tolle Möglichkeiten zur Trainingsgestaltung.

Bewegungsablauf: Das Laufband startet und endet langsam, also keine Sorge vor einem abrupten Ende Ihres Trainings und gar dem Sturz vom Trainingsgerät. Stellen Sie sich aber auf jeden Fall schon vor dem Programmstart auf das Band und nicht erst während dieses schon läuft, um Stürze zu vermeiden. Ein Notknopf sorgt dann auch für die nötige Sicherheit, falls Sie mal außer Puste geraten sollten. Das Laufen auf dem Laufband ist nicht ganz vergleichbar mit dem auf festem Untergrund, dadurch dass sich unter dem Trainierenden nur ein Band bewegt und man quasi auf der Stelle tritt. Üben Sie vor hohen Intensitäten erst einmal mit leichtem Joggen oder Gehdurchläufen, um sich mit dem Laufband vertraut zu machen.

Vorteile eines Laufbands:  Durch das Laufbandtraining bekommen Sie Ihre Herzfrequenz schon nach kurzer Zeit sehr schnell nach oben. Neben dem intensiven Training sind aber auch Walking und leichtes joggen möglich. Auch kann Bergauflaufen durch die automatische Anpassung des Bandwinkels simuliert werden. Auch das Band dämpft die Stöße relativ gut ab und ist damit sogar leicht im Vorteil gegenüber hartem Asphalt.

Nachteile: Das Laufband ist leider kein gleichwertiger Ersatz für das Joggen im Freien. Training sollte, sofern das Wetter gut ist immer draußen erfolgen. Die Lauftechnik verbessert sich nämlich durch das fehlende Koordinationsstraining auf dem Laufband nicht. Im Vergleich zu den anderen Trainingsgeräten kommt es zu einer höheren Gelenkbelastung. Ebenso wenig wird der Oberkörper trainiert wie es beispielsweise beim Rudergerät der Fall ist.

Für wen ist das Laufband geeignet? Vor allem für Laufsportler ein nützliches Trainingsgerät. Hardcore Läufer laufen bei jedem Wind und Wetter draußen, also dürfte eine Anschaffung für diese nicht in Frage kommen. Für alle anderen mit gesunden Gelenken ist hingegen eine Anschaffung geeignet.


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