Wissenswertes Unterschied Ergometer Heimtrainer

Published on Mai 23rd, 2013 | by Heimtrainer

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Der Unterschied zwischen einem Heimtrainer und einem Ergometer

Wer sich für zu Hause ein Fitnessgerät anschaffen will, hat die Auswahl zwischen einem Heimtrainer und einem Ergometer. Was der Unterschied zwischen beiden ist, wissen die meisten potentiellen Käufer nicht so genau. Der einzige auf den ersten Blick sichtbare Unterschied ist ein deutlich merkbarer Preisunterschied. Doch woher kommt es, dass Ergometer so viel teurer sind als Heimtrainer?

Zweckgetriebene Unterschiede

Gemeinhin erfüllen Ergometer und Heimtrainer verschiedene Zwecke. So handelt es sich bei einem Heimtrainer um ein Fitnessgerät, das Amateursportler zu Hause verwenden können. Vor allem für Menschen, die bislang nur wenig Sport getrieben haben, ist es bestens geeignet. Es gibt allerdings auch verschiedene Zwecke, für die es nicht ausreicht. Dies ist etwa bei professionellen oder semi-professionellen Sportlern sowie für medizinische Zwecke der Fall. Darüber hinaus bietet ein Ergometer eine ganze Reihe weiterer Vorteile. Es gilt daher abzuwägen, ob für das eigene sportliche Vorhaben ein Heimtrainer ausreicht oder ob sich die kostenintensivere Anschaffung eines Ergometers kurz- oder langfristig lohnt.

Im Gegensatz zum Heimtrainer muss beim Ergometer der Widerstand genau einstellbar sein. Dieser wird in Watt gemessen und darf nicht mehr als 10% vom tatsächlichen Wert abweichen. Dies bedeutet, dass Ergometer geeicht sind und regelmäßig überprüft werden müssen – zumindest, wenn sie für medizinische Zwecke (etwa beim Belastungs-EKG) benutzt werden und daher genaue Werte erbringen müssen, aufgrund derer dann medizinische Diagnosen gestellt werden. Auch bei Heimtrainern (zumindest bei hochwertigen) ist der Tretwiderstand einstellbar, jedoch wird der Widerstand generell weder gemessen noch angezeigt. Darüber hinaus kann er sich im Laufe der zeit verstellen, sodass schwer abschätzbar ist, welcher Widerstand im Training verwendet wird. Sowohl Medizinier als auch (semi-) professionelle Sportler sind auf genauere Geräte angewiesen.

Darüber hinaus müssen Ergometer aufgrund ihrer Verwendung im Profi-Sport Einiges mehr an Leistung erbringen können. Die meisten Heimtrainer erreichen ihre Höchstleistung bei etwa 140 Watt – ein professioneller Sportler kann aber leicht 600 Watt benötigen, um warm zu werden. Natürlich sind auch die meisten Ergometer nicht auf derartige Höchstleistungen ausgelegt, allerdings erreichen die meisten Geräte durchaus Werte zwischen 250 und 400 Watt. Dies ist wiederum für semiprofessionelle Sportler durchaus ausreichend. Welche Modelle dabei guten Ansprüchen genügen, haben wir in diesen Testberichten festgehalten.

DIN-Norm beim Kauf beachten

Während in den Anfangszeiten des Fitnessbooms nur professionelle Ergometer Angaben zu Pulsfrequenz, Kalorienverbrauch und ähnlichem machten, besitzen heutzutage schon die meisten Heimtrainer derartige Anzeigen. Wie kann man sich daher darauf verlassen, auch wirklich ein Ergometer zu kaufen? Hier kann man sich auf die Deutsche Industrienorm, kurz DIN verlassen. Fitnessgeräte fallen unter die DIN 32932, wobei es drei verschiedene Kategorien gibt: DIN 32932 A, B, sowie C. (Darüber hinaus gibt es noch D, was Rollenständer bezeichnet, die man für das Fixieren eines herkömmlichen Fahrrades benutzen kann. Diese können Sie allerdings kaum mit einem Ergometer verwechseln. Dennoch ist diese Information vielleicht besonders für Online-Einkäufe nicht ganz unerheblich.) Von diesen drei Kategorien sind nur Geräte, die mit A bezeichnet werden, auch wirklich Ergometer und dürfen zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden. Sie müssen bestimmte Auflagen erfüllen, was die Genauigkeit der Anzeige betrifft. Auch muss der Widerstand bis mindestens 250 Watt regulierbar sein. Die Kategorie DIN 32932 B hingegen bezeichnet hochwertige Heimtrainer, die einer Schwungmasse von mindestens 5 kg standhalten können müssen. Der Tretwiderstand muss verstellbar sein, jedoch ist keine Wattanzeige erlaubt. Solche Geräte können auch Angaben zu Pulsfrequenz oder Kalorienverbrauch machen. Wie auch Geräte der Kategorie C (‚einfache Heimtrainer‘ mit geringerem Gewicht und geringerer Schwungmasse) dürfen sie nur zu privaten Fitnesszwecken eingesetzt werden.

Fazit

Je nachdem, was Sie mit Ihrem Fitnessgerät vorhaben, reicht entweder eine preisgünstigere Investition für Sie aus, oder Sie sollten gleich etwas mehr Geld in ein etwas teureres Gerät investieren. Dabei können Sie auf die DIN-Normen achten, um sicherzugehen, dass es sich bei einem vermeintlichen Schnäppchen auch wirklich um ein solches handelt. Oftmals wird in den Produktbeschreibungen auch nur der die Kategorie bezeichnende Buchstabe (A, B oder C) angegeben.

Fotoquelle: eleaf @ flickr


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